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Contao CMS: Warum wir seit 2010 auf dieses System setzen

Contao CMS: Warum wir seit 2010 auf dieses System setzen

Wer eine neue Website plant oder einen Relaunch angeht, steht früher oder später vor der Frage: Welches CMS? WordPress dominiert die Schlagzeilen, Baukästen versprechen Einfachheit – und Contao läuft im Hintergrund, still und zuverlässig, auf tausenden professionellen Websites in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Bei dockmedia setzen wir seit Beginn auf Contao. Nicht aus Gewohnheit, sondern aus Überzeugung. Hier ist, was dieses CMS ausmacht – und warum es für viele Unternehmen die bessere Wahl ist.

Was ist Contao?

Contao ist ein Open-Source Content Management System, das 2006 unter dem Namen TYPOlight gestartet und 2012 in Contao umbenannt wurde. Es wird von einer aktiven deutschsprachigen Community weiterentwickelt und ist heute in Version 5.7 verfügbar – der aktuellen LTS-Version mit Support bis 2030.

Im Gegensatz zu WordPress, das ursprünglich als Blogging-Plattform entwickelt wurde, war Contao von Anfang an als vollwertiges CMS für strukturierte Webpräsenzen konzipiert. Das merkt man – in der Architektur, in der Sicherheit und in der Art, wie Inhalte verwaltet werden.

Was Contao besonders macht

Sicherheit durch Architektur

Contao hat eine deutlich geringere Angriffsfläche als WordPress. Das liegt nicht daran, dass mehr Aufwand in die Sicherheit gesteckt wird – sondern daran, dass die Architektur von Grund auf anders aufgebaut ist. Das Backend ist vom Frontend vollständig getrennt und nicht über eine standardisierte URL erreichbar. Es gibt keine Massen-Plugins von Drittanbietern mit bekannten Schwachstellen. Und das Contao-Team veröffentlicht Sicherheitsupdates regelmäßig und transparent.

Das Ergebnis: Contao-Websites sind deutlich seltener Ziel automatisierter Angriffe als WordPress-Installationen. Für Unternehmen, die ihre Online-Präsenz als geschäftskritische Infrastruktur verstehen, ist das ein entscheidender Vorteil.

Redaktionsfreundliches Backend

Contao lässt sich ohne Programmierkenntnisse bedienen – aber es gibt keine falschen Vereinfachungen. Die Seitenstruktur ist als Baumansicht organisiert, Inhalte lassen sich per Drag-and-drop verschieben, Seiten können zeitgesteuert veröffentlicht, passwortgeschützt oder für bestimmte Benutzergruppen sichtbar gemacht werden.

In Contao 5.5 wurde die Backend-Suche deutlich verbessert: Eine systemweite Suchfunktion findet Content-Elemente, Artikel, Seiten und Dateien – ein echter Gewinn für größere Websites. Contao 5.7 bringt das Template Studio dazu: Templates lassen sich direkt im Backend bearbeiten, ohne in Dateien eingreifen zu müssen.

Klare Benutzer- und Rechteverwaltung

Für Unternehmen mit mehreren Redakteuren oder Abteilungen ist das Rechtesystem von Contao einer der stärksten Vorteile. Wer darf welche Seiten bearbeiten? Wer darf Dateien hochladen? Wer sieht welche Teile des Backends? Diese Fragen lassen sich in Contao sehr granular beantworten – ohne Workarounds oder zusätzliche Plugins.

Technisch sauber und SEO-freundlich

Contao erzeugt sauberen, validen HTML-Code und suchmaschinenfreundliche URLs. Title-Tags, Meta-Beschreibungen, kanonische URLs und strukturierte Seitenhierarchien sind direkt im CMS konfigurierbar. Das ist keine Selbstverständlichkeit – viele CMS benötigen dafür erst zusätzliche Plugins, die wiederum Ladezeit und Komplexität erhöhen.

Contao läuft auf dem PHP-Framework Symfony – einer der solidesten und am besten gewarteten Grundlagen im PHP-Ökosystem. Contao 5.7 setzt auf PHP 8.3 und Symfony 7, was langfristige Stabilität und sehr gute Performance sicherstellt.

Mehrsprachigkeit und Multi-Domain

Contao unterstützt mehrsprachige Websites nativ – ohne zusätzliche Plugins. Wer eine Website in Deutsch und Englisch betreiben will, oder mehrere Domains über eine Installation verwalten möchte, findet in Contao eine durchdachte Lösung, die in anderen Systemen oft aufwendige Konfiguration oder teure Erweiterungen erfordert.

Contao 5.7: Der aktuelle Stand

Contao 5.7 ist seit Februar 2026 die aktuelle LTS-Version – Long Term Support bedeutet: Bugfixes bis August 2026, Sicherheitsupdates bis Februar 2030. Wer heute ein neues Projekt startet, baut auf einer Basis, die langfristig stabil und gepflegt bleibt.

Die wichtigsten Neuerungen in 5.7:

  • Template Studio: Twig-Templates direkt im Backend bearbeiten
  • Verbesserte Backend-Navigation für große Installationen
  • Passkey-Login für das Backend (bereits ab 5.5)
  • Basis: PHP 8.3 und Symfony 7 für maximale Performance und Sicherheit

Wer noch auf Contao 4.13 läuft: Der aktive Support ist seit Februar 2025 ausgelaufen. Eine Migration auf 5.3 oder 5.7 ist dringend empfohlen.

Für wen ist Contao die richtige Wahl?

Contao ist die richtige Wahl, wenn:

  • Sicherheit und Stabilität Priorität haben
  • Die Website professionell und langfristig betrieben werden soll
  • Mehrere Redakteure mit klar definierten Rechten arbeiten
  • Individuelle Anforderungen eine flexible Architektur erfordern
  • Mehrsprachigkeit oder Multi-Domain-Betrieb geplant ist
  • Du die volle Kontrolle über Hosting, Daten und DSGVO-Compliance behalten willst

Contao ist weniger geeignet, wenn du ein schnelles, günstiges Einsteigerprojekt mit vielen fertigen Themes suchst – dafür gibt es andere Werkzeuge. Aber für Unternehmen, die ihre Website als ernsthaftes Kommunikations- und Vertriebsinstrument verstehen, ist Contao eine der solidesten Entscheidungen, die du treffen kannst.

Warum wir auf Contao setzen

Bei dockmedia entwickeln wir seit 25 Jahren Websites – und seit den frühen Tagen von TYPOlight setzen wir auf Contao. Nicht weil es das bekannteste System ist, sondern weil es das zuverlässigste für die Anforderungen ist, die unsere Kunden haben: sicher, wartbar, gut zu bedienen und technisch sauber.

Über 600 Projekte später sind wir davon noch mehr überzeugt als am Anfang.